Für das richtige „kühle Blonde“ entschieden

Für das richtige „kühle Blonde“ entschieden

Für das richtige „kühle Blonde“ entschieden 380 253 Mindener Bürgerbataillon e.V.

Traditionelle „Bierprobe“ des Mindener Bürgerbataillons bei der Privatbrauerei Barre in Lübbecke

„Die Welt zu Gast bei Freunden“ – das wollten nicht nur Franz Beckenbauer und seine deutschen Kicker von der WM in Deutschland behaupten, dass möchte auch das Mindener Bürgerbataillon vom Freischießen 2006, das in der Zeit vom 10. bis 13. August im Herzen der alten Weserstadt stattfindet, sagen können. Und damit nichts, aber auch wirklich gar nichts dem Zufall überlassen wird, machten sich rund 100 Kameraden des Bataillons mit Gästen in Richtung Lübbecke auf, um dort das „kühle Blonde“, das die Kehlen der Mindener Bürgerinnen und Bürger beim Fest „Zwischen Rathaus und Dom“ erfrischen soll, einer eingehenden Überprüfung zu unterziehen. „Bierprobe“ wird diese Form der „Untersuchung“ genannt. Und damit nicht etwa nur ein kleines Häuflein an Testern womöglich mit seiner Meinung falsch liegt, war das „Braustübchen“ in der Privatbrauerei Barre Bräu bis auf den letzten Platz besetzt. „Dadurch haben wir später die Gewissheit, dass wir die richtige Wahl treffen werden“, so die Erklärung im Vorfeld.

„Farbe bekennen“ lautet der Slogan der Lübbecker Bierbrauer. „Farbe bekennen“ heißt aber auch die Devise des Mindener Bürgerbataillons – nämlich Farbe bekennen für die heimische Wirtschaft. Und so findet bereits seit 16 Jahren jeweils kurz vor dem Freischießen die traditionelle „Bierprobe“ statt, mit der sich sowohl das mehr als 160 Jahre alte Familienunternehmen am Hange des Wiehengebirges, als auch der Stadtmajor und seine Mannen für eine Zusammenarbeit aussprechen.

In Anwesenheit der stellvertretenden Mindener Bürgermeisterin Waltraud Winter, dem stellvertretenden Landrat Alfred Raschke, Altbürgermeister und Ehrenbürger Heinz Röthemeier und vielen anderen Gästen aus Politik und Wirtschaft stellte Christoph Barre, der die Brauerei in der sechsten Generation leitet, in seiner Begrüßung heraus, dass die Verbundenheit zwischen seinem Unternehmen und dem Mindener Bürgerbataillon nicht erst seit der gemeinsamen Geschäftsbeziehung bestehe. Er als Kommandeur des Lübbecker Schützenbataillons führe auch eine enge Verbundenheit zum Mindener Bürgerbataillon fort. Eine Verbundenheit, aus der längst unzählige Freundschaften entstanden sind.

Stadtmajor Wolfgang Meinhardt griff anschließend noch einmal das Motto der Fußball-Weltmeisterschaft auf und gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass die positive Stimmung, die die WM in ganz Deutschland ausgelöst habe, auch ein wenig auf das Freischießen abfärben würde. „Denn eine positive Stimmung ist auch für uns Grundvoraussetzung zum Gelingen des bedeutendsten Mindener Festes.“ Meinhardt dankte allen Anwesenden aus dem Mindener Bürgerbataillon, „denn Sie sind es, die das Gelingen dieses Fest durch ihre Arbeit in den Kommissionen garantieren.“ Die Planungen seien weitgehend abgeschlossen, so dass es jetzt eigentlich schon losgehen könnte. „Geht es ja auch, denn die heutige Bierprobe ist ja praktisch der Startschuss zum Freischießen 2006!“

Der Stadtmajor gab in seinem Begrüßungsworten seiner Hoffnung Ausdruck, dass sich der positive Trend im Bürgerbataillon fortsetzen würde. „Früher hatte das Bataillon Aufgaben. Wichtige Aufgaben, wie die Stadtverteidigung oder den Feuerschutz. Die fielen irgendwann weg. Lange ist nichts mehr passiert. Doch inzwischen haben wir wieder eine neue Rolle in unserer Heimatstadt übernommen. Eine, die ganz anders ist, als die noch vor zwei Jahrzehnten. Mit vielen Aktionen für Minden sind wir wieder in das Bewusstsein der Bevölkerung gerückt. Vielleicht sorgt das ja auch dafür, dass den verschiedenen Höhepunkten des Freischießens noch mehr Menschen beiwohnen.“

Unter der Federführung von Jürgen Fischer, dem Technischen Leiter der Privatbrauerei Barre, und Vertriebsleiter Werner Gerling folgte anschließend die Bierprobe. Drei Alternativen standen zur Auswahl. Und mit dem Gaumen eines Kenners entschied sich die überwiegende Mehrheit für das traditionelle Pils als Freischießen-Bier.