„Twoote“ in allen Bereichen gut aufgestellt

„Twoote“ in allen Bereichen gut aufgestellt

„Twoote“ in allen Bereichen gut aufgestellt 380 253 Mindener Bürgerbataillon e.V.

2. Kompanie im Mindener Bürgerbataillon zieht Bilanz – Vielfältiges Angebot – Hans-Jürgen Hövert verabschiedet

Die 2. Kompanie im Mindener Bürgerbataillon ist für die Zukunft sehr gut aufgestellt. Das stellte die „Rathaus-Kompanie“ nicht nur erneut beim traditionellen Freischießen unter Beweis, das unterstrich sie auch auf der jüngsten Jahreshauptversammlung durch einheitliche Voten von Jung und Alt bei der Besetzung einiger Kompanie-Ämter. Die junge Garde innerhalb der „Twooten“ ist inzwischen in allen Bereichen nachgerückt, darf sich bei der Ausübung ihrer Tätigkeiten allerdings der Unterstützung ihrer erfahrenen Vorgänger sicher sein.

Hauptmann Volker Krusche konnte weit mehr als 40 der per 31. Dezember 58 Kameraden zählenden Einheit zur „Jahresbilanz“ im Saal des Restaurants „Bavarium“ begrüßen. Auch wenn es der Kompanie im zurückliegenden Jahr nicht vergönnt war, beim Fest „Zwischen Rathaus und Dom“ einen Nachfolger des 2004 zur 1. Freischießen-Majestät gewordenen Gerd Schulz zu präsentieren, so war die Bilanz, die der Kompaniechef zog, fast durchgehend positiv. Neben den monatlichen Appellen und Übungsschießen richtete die 2. Kompanie zusätzlich zu den traditionellen Terminen rund ums Freischießen weitere 16 Einzelveranstaltungen aus. Keiner der Kameraden kam dabei zu kurz, denn für jeden Geschmack wurde etwas bereitgehalten. Egal was durchgeführt wurde, die Beteiligung der Kameraden stimmte immer. „Der gute Zuspruch ist und bleibt der beste Beweis dafür, dass unsere Kompanie lebt und die Mischung des Gesamtangebots auch weiterhin zu stimmen scheint“, freute sich Krusche. „Abwechslung“ heißt das Zauberwort bei der Gestaltung der Terminpläne. Vom Kartfahren über Bowling, Drachenbootpaddeln, Cocktailtasting bis hin zur Winterwanderung im Wiehengebirge, der Ausrichtung des Herzog-von-Braunschweig-Mahls, dem Besuch des GOP-Variete oder einem geschichtsträchtigen Spaziergang durch Minden und vielem mehr – Angebot, aber auch die Nachfrage sind groß und sorgen für zufriedene Mienen in großen Teilnehmergruppen. „Uns ist es wichtig, eine große Bandbreite an unterschiedlichen Aktivitäten zu präsentieren, unter denen die Kameraden dann das für sie Passende auswählen“, so Krusche weiter.

Neben den eigenen Veranstaltungen und den sich monatlich wiederholenden Terminen nahm die 2. Kompanie auch zahlreiche Einladungen wahr. Sei es seitens Bataillons, der Mindener Pioniere oder der befreundeten Vereine aus Minden-West oder Leteln. Und gerade bei Veranstaltungen des Bataillons war auf die 2. Kompanie wie immer Verlass. Hauptmann Krusche: „Darauf bin ich stolz. Wir stellen uns immer, wenn wir gerufen werden, in den Dienst des Ganzen. Wir reden nicht nur davon, dass das Bataillon bürgernah repräsentiert werden muss. Wir praktizieren es!“

Auf das Freischießen blickt die Rathaus-Kompanie mit gemischten Gefühlen. Sehr gut aufgestellt in Qualität und Quantität präsentierte sich wieder eine erstklassige Einheit der Mindener Bürgerschaft. Und auch das Freischießen-Quartier im Rathaus-Innenhof war einmal mehr einer der Magneten des gesamten Festplatzes. Allerdings machte das Wetter auch der „Twooten“ einen leichten Strich durch die Rechnung. Letztlich aber ließ man sich dadurch die gute Stimmung trotzdem nicht vermiesen.

Personell ist die 2. Kompanie nach wie vor gut, vor allen Dingen aber stabil aufgestellt. Und positiv stimmt die Verantwortlichen, dass in den zurückliegenden Jahren die Altersstruktur verändert und der Altersschnitt gesenkt werden konnte. Krusche: „Dennoch müssen wir uns für die Zukunft rüsten, müssen weiterhin junge Männer für uns gewinnen.“ Aber davor ist der Kompanie-Führung nicht bange. Drei neue junge Bürger stehen auf dem Sprung in die Kompanie, haben bereits ihre Aufnahme beantragt, so dass die Mitgliederzahl die 60 wieder übersteigen wird.

Zum Abschluss seiner Ausführungen sprach Hauptmann Krusche zwei Kameraden den persönlichen Dank des Kompaniechefs aus und überreichte ihnen für ihren in 2006 gezeigten Einsatz jeweils ein Buch über die „Schlacht bei Minden“.

Beförderungen und Ehrungen hielten sich indes in Grenzen. Unteroffizier Karl-Heinz Kuschbert wurde zum Sergeanten befördert, Ehrenfeldwebel Walter Kaiser für 30-jährige Zugehörigkeit das Kompanieabzeichen in Gold überreicht.

Veränderungen gab es derweil in der Kompanie-Führung. Nach zwölf Jahren legte Ehrenvizefeldwebel Hans-Jürgen Hövert sein Amt als Schriftführer in jüngere Hände. Zum Nachfolger wählte die Kompanie Unteroffizier Dirk Kutschan. Hauptmann Volker Krusche dankte Hövert für sein großes Engagement und überreichte ihm als Zeichen des Dankes ein Bild, das die Übergabe der 50-Taler-Prämie durch den Großen Kurfürsten vor dem Rathaus – der Heimat der 2. Kompanie – zeigt. Neu ist dagegen das Amt des Schirrmeisters, das künftig durch Unteroffizier Marko Weber bekleidet wird. Kompanie-Feldwebel Günter Prange gab zudem bekannt, dass er den Unteroffizier Dirk Sork zu seinem Stellvertreter berufen hat.