25 Zentimeter entscheiden über den Sieg

25 Zentimeter entscheiden über den Sieg

25 Zentimeter entscheiden über den Sieg 380 240 Mindener Bürgerbataillon e.V.

Rathaus-Drachen liefern sich mit den Terrible Horse-Dragons einen tollen Finalfight und verteidigen den Bataillons-Drachencup

Die elfte Auflage des Internationalen Weserdrachen-Cups erwies sich als eine der gelungensten Veranstaltungen in seiner Geschichte. „Es war einfach phantastisch“, jubelte KSG-Organisator Achim Riemekasten. Und Bürgermeister Michael Buhre ergänzte; „das die Veranstaltung immer besser wird!“ Über 120 Teams bevölkerten von Freitag bis Sonntag die Weser. Passend zur guten Stimmung unter den Aktiven waren auch die knappen und überaus spannenden Entscheidungen in den unterschiedlichen Klassen. In der Hauptklasse, dem Mixed-Cup, war im Finale der besten vier Boote der Einlauf mit bloßem Auge nicht auszumachen, zumal der Zielstrich etwas schräg über die Weser geht. Am Ende trennten die Underwater Dragons, Die Stromschnellen, die KSG Allsports und die S(ieg)-Klasse ganze fünf Hundertstel Sekunden. Glücklich für den Sieger, bitter für den Viertplazierten.

Besonderer Aufmerksamkeit erfreute sich auch der 4. Bataillons-Drachencup. Insgesamt sechs Einheiten des Mindener Bürgerbataillons bewarben sich um den großen Wanderpokal, der in der Vergangenheit zweimal von den Reben-Dragons (3. Kompanie) und einmal von den Rathaus-Drachen (2. Kompanie) gewonnen worden war. Doch in diesem Jahr wurden die Karten neu gemischt. Die Reben, als Topfavorit gehandelt, kamen nicht wie erwartet in Fahrt und wiesen nach den beiden Läufen die Gesamtzeit von 2:20,21 Minuten (1:11,07 und 1:09,14) auf. Das war genau 1/100 Sekunde mehr als die Trobimmler-Drabichen (Tambourkorps / 1:11,03 und 1:09,17), die damit den umjubelten Einzug ins „Große Finale“ errungen hatten. Mit 2:20,08 Minuten (1:10,06 und 1:10,02) waren die Terrible Horse Dragons der Bürger-Eskadron 13/100 Sekunden schneller gewesen als die traditionell in gelb gekleideten Mannen um Teamcaptain Andreas Bischoff. Dank tatkräftiger Unterstützung der Patenkompanie, der 2./SPiBtl 130, war Titelverteidiger Rathaus-Drachen (2. Kompanie), der diesmal zahlreiche seiner Paddler aus dem erfolgreichen Team von 2005 und 2007 nicht dabei hatte, in beiden Vorläufen siegreich gewesen, büßte auf den Schlussmetern durch nachlassende Kraft aber jeweils noch viel Boden ein. Doch es reichte, um in einer Gesamtzeit von 2:17,28 (1:09,05 und 1:08,23) Platz eins nach den Vorläufen zu belegen und sich damit die beste Bahn im Finale zu sichern.

Knapp am Rennen um die Plätze eins bis drei schrammten auch die Rosen-Drachen (5. Kompanie), die eine starke Vorstellung ablieferten, vorbei. In 2:21,27 Minuten (1:11,24 und 1:10,03) belegten sie nach den Vorläufen den fünften Rang vor der als Dragon Busters angetretenen Junggesellen-Kompanie, der zwei schwach besuchte Trainingseinheiten nicht reichten, um beim Rennen dann in den Kampf um die vorderen Plätze einzugreifen. Sie aber hatten dennoch sehr viel Spaß und genossen den Drachenboot-Event in vollen Zügen.

Im „kleinen“ Finale sorgten die Rosen-Drachen für eine Überraschung, als sie sich in 1:10,04 mit 3/100 Sekunden Vorsprung gegen die Reben-Dragons durchsetzten und Gesamt-Vierte wurden. Hinter den Reben belegten die Dragon Busters den sechsten Platz, der ihnen bei der Siegerehrung nicht nur einen (kleinen) Pokal, sondern auch die rote Laterne als Wanderpokal einbrachte.

Das „große“ Finale schien angesichts der Endspurt-Qualitäten der Trobimmler-Drabichen und der Terrible Horse-Dragons gegenüber Vorlaufgewinner Rathaus-Drachen völlig offen. Doch schon nach einigen Metern war klar, dass das Tambourkorps mit den Kameraden der Patenkompanie 5./130 nicht mehr für den Sieg in Frage kam. Der dritte Platz wurde später aber dennoch wie der Sieg gefeiert. Die Rathaus-Drachen und die Terrible Horse-Dragons – sie fuhren gemeinsam mit der 4./130 – lieferten sich derweil ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Kurz vor Schluss sah es danach aus, als würde der Drittplatzierte des 3. Bataillons-Drachencups diesmal die Nase gegenüber dem Titelverteidiger vorn haben. Doch auf den letzten Metern wussten die Rathaus-Drachen noch letzte Kräfte zu mobilisieren und zogen noch hauchdünn am Widersacher vorbei. Im Ziel dachten die Mannen um Teamcaptain Volker Krusche jedoch, dass die Eskadron um TC Torsten Steding das Rennen gemacht hätte. Doch nach Auswertung des Zielfotos gab die KSG Minden ein anderes Ergebnis bekannt: die Rathaus-Drachen hatten mit ihren 1:09,05 genau 17/100 Sekunden Vorsprung gegenüber den Terrible Horse-Dragons herausgefahren. 25 Zentimeter entschieden über Sieg und Platz. Doch wie schon die Trobimmler-Drabichen feierte auch die Eskadron ihren Finalplatz wie einen Sieg.

Fazit: Der 4. Bataillons-Drachencup war ein absolutes Highlight. Alle Paddler hatten eine Menge Spaß. Und sportlich lieferten sich die Boote überwiegend spannende Duelle. Daher freut man sich schon jetzt auf die nächste Auflage in zwei Jahren, wobei man hofft, dass dann auch die Preußen-Drachen, Fire-Dragons und Grimpen-Drachen wieder mit von der Partie sind.

Viele Fotos auf www.treffpunkt-minden.de.

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