2. Kompanie / Veranstaltungen

Monats-Veranstaltungen

Bei der 2. Bürgerkompanie gibt es drei Veranstaltungen, die Monat für
Monat wiederkehren:

Kompanie-Appell

Der Kompanie-Appell, in anderen Einheiten auch als Kompanie-Versammlung bezeichnet, findet jeweils am letzten Freitag eines Monats, ab 19.30 Uhr im Kompanie-Quartier „Die Tonne“ statt. Der Appell ist jene Veranstaltung der „Twooten“, auf der alle Themen angesprochen, diskutiert und beschlossen werden. Hier werden sämtliche Weichen gestellt.

Übungsschießen

Das Übungsschießen findet jeweils am ersten Dienstag eines Monats auf dem Schießstand in Stemmer statt. Dort erwartet Schieß-Uffz. Jürgen Wolting in der Zeit von 18:30 bis 20:00 Uhr die Kameraden. Geschossen wird mit Kleinkaliber auf 50 Meter. Dabei wird für die Kompanie-Jahreswertung und die Bataillons Schießabzeichen geschossen. Gleichzeitig erhofft sich die „Twoote“ durch intensives Üben beim folgenden Freischießen einen Königsschuss.

Stammtisch

Der Stammtisch zählt zu den geselligen Veranstaltungen der Kompanie und findet jeweils am zweiten Dienstag eines jeden Monats in der „Knolle“ (ehemals Pottkieker) statt. Wie in den meisten Vereinen, so ist der „Stammtisch“ natürlich auf für die „Twoote“ ein kameradschaftliches Treffen mit großer Meinungsbildung für wichtige Kompanie-Themen. Die Mitglieder des Stammtisches unternehmen zudem regelmässig einen Stammtisch-Ausflug.

weitere Veranstaltungen

Bei der 2. Bürgerkompanie gibt es neben den drei Hauptveranstaltungen auch weitere Veranstaltungen.

Kompanie-Ausflug

In dem Jahr, in dem kein Freischießen gefeiert wird, unternimmt die „Twoote“ jeweils einen größeren Kompanie-Ausflug. Bis zur letzten Sekunde werden Ziel und Programm von den Organisatoren geheim gehalten. Der Kompanie-Ausflug erfreut sich größter Beliebtheit und ist unbestritten eine derjenigen Kompanie-Aktionen, die das Miteinander am intensivsten fördern.

Schieß-Vergleiche:

Neben dem obligatorischen Übungsschießen der „Twooten“, das jeweils am ersten Dienstag eines Monats in der Zeit von 18:30 bis 20:00 Uhr auf dem KK-Schießstand in Stemmer durchgeführt wird und bei dem es für die Kameraden einerseits um die Kompanie-interne Jahreswertung, andererseits um die Bataillons-Schießabzeichen geht, bestreitet die 2. Bürgerkompanien noch andere Wettkämpfen. Wie jede Einheit, so nimmt auch die „Twoote“ am Bataillons-Vergleichsschießen teil. Mit Erfolg, wie viele vordere Plätze bewiesen. Des Weiteren tritt die „Rathaus-Kompanie“ Jahr für Jahr gegen die Kameraden der befreundeten Bürgerkompanie Minden-West im Kampf um den „Dieter Heilmann-Schild“ an. Am Jahresanfang hin lädt die „Twoote“ dann ihre befreundeten Vereine zum Vergleichsschießen ein. Auf dem Stand in Stemmer messen sich neben den Gastgebern die 4./sPiBtl901, die 1. Bürgerkompanie Leteln, die Bürgerkompanie Minden-West, der Schützenverein Rodenbeck und das 15. Pr. Infanterie-Regiment von 1836. Allerheiligen (1. November) ist stets der Termin für einen besonderen schießsportlichen Vergleich: Die 2. Kompanie nimmt es mit dem Kameraden der Bundeswehr auf. Auf dem Schießplatz in Cammer wird sowohl mit dem G36 wie auch mit der P8 geschossen. Und, obwohl nicht in Übung, schneidet unsere Kompanie dabei gar nicht so schlecht ab. Zudem kommt die „Twoote“ zumeist noch einer Einladung der 3. Bürgerkompanie zu einem Vergleich in Hahlen nach.

Skat- und Knobelabend

Wenn die Tage kürzer werden, das Wetter dem einen oder anderen ganz schön zusetzt, dann wissen die Kameraden der „Twooten“, dass der traditionelle Skat- und Knobelabend nicht mehr fern ist. Dann finden sich Kompaniekameraden und Gäste ein, um in angenehmer Atmosphäre einige gesellige Stunden zu verbringen. Als Anreiz winken den Skatspielern bzw. den Knoblern dabei lukrative Preise.

Das Herzog von Braunschweig-Mahl

Die Historiker schreiben der Schlacht bei Minden heute eine Bedeutung zu, die über den rein lokalgeschichtlichen Rahmen weit hinausragt. Die Schlacht bei Minden hatte mit dem Sieg der Allianz der Hannoveraner und Braunschweiger Truppen unter Führung des Herzogs Ferdinand von Braunschweig über die französische Armee unter Marschall Contades weit reichende politische Bedeutung. Wenn es den Franzosen 1759 gelungen wäre, das Stammland des englischen Königs – Hannover – in ihren Besitz zu bekommen, hätten sie damit ein Druckmittel gegen Großbritannien im Kampf um die nordamerikanischen Kolonien besessen. Die These des damaligen englischen Premierministers Pitt „Amerika muss in Deutschland erobert werden“ fand durch den Ausgang der Schlacht bei Minden ihre Bestätigung. Das britische Empire konnte in der Folge seinen Einfluss in Amerika festigen.

Aus diesem Grund wird der „Minden Day“ am 1. August jährlich von britischer Seite festlich begangen. Ein großer Teil des französischen Heeres war in Deutschland gebunden; so gelang es den Engländern, Kanada zu erobern, das ihnen endgültig nach dem Frieden von Paris 1763 zugesprochen wurde.

Für den Militärhistoriker erhält die Schlacht bei Minden zudem eine besondere Bedeutung, da es hier zu einer erfolgreichen Infanterieabwehr gegen feindliche Kavallerie gekommen war – ein in der Kriegsgeschichte völlig neuartiges Ereignis.

An die historische Bedeutung der Schlacht bei Minden wollen wir durch unsere stets im Nicht-Freischießenjahr stattfindende Veranstaltung am Vorabend des 1. August erinnern. Aus diesem Grund veranstaltet die 2. Bürger-Kompanie Jahr für Jahr ihr „HvB-Mahl“. Zu Beginn der Veranstaltung wird ein Vortrag gehalten, der die Schlacht bei Minden immer aus einer anderen Perspektive sieht. Anschließend dann wird das Herzog von Braunschweig-Mahl gereicht, nach Rezepten der damaligen Zeit.

Informationen zu dieser Veranstaltung sind bei Wolf-Dietrich Reichold zu erhalten.