Vierte auf den Spuren des Bock-Biers

01 Mai, 2018

Kameraden der „Eisernen Vierten“ sowie Freunde und Bekannte der Kompanie haben die ehemalige  Hansestadt Einbeck mit ihrer wunderschönen Altstadt besucht. Neben den vielen baulichen Meisterwerken ist die Stadt besonders durch ihre Jahrhunderte alte Braukunst bekannt. Noch heute liegt die Brauerei mitten im Herzen der Altstadt und ist mit einer hochmodernen Abfüllanlage ausgestattet.

Bei einer Besichtigung konnte sich die Gruppe aus Minden mit den Ursprüngen der Braukunst sowie der Geschichte des Bockbiers vertraut machen, welche weit reichende Auswirkungen auf die so hoch geschätzte deutsche Bierkultur hatte. Bereits seit 1378 ist das Einbecker Bier über die Grenzen der Region bekannt und war ein wahrer Exportschlager in andere deutsche Regionen  sowie in das heutige europäische Ausland.

Dank der guten Qualität und des hohen Alkoholgehaltes war der herzogliche Hofe der Wittelsbacher in München einer der zahlreichen Abnehmer für das Einbecker. Diesem gefiel das Bier sogar so gut, dass er versuchte, eine eigene Brauerei am Münchener Hofbräuhaus einzurichten und zu etablieren.

Leider waren in der Anfangsphase die Erzeugnisse sehr weit weg von dem begehrten Einbecker Bier und so sah der Hof keinen anderen Ausweg, als 1614 einen Braumeister der Einbecker Brauerei abzuwerben. Fortan wurde nun auch in München ein „Ainpöckisch Bier“ gebraut, welches im Volksmund bald als Bock-Bier bekannt wurde. Dies war der Anfang der Erfolgsgeschichte des Münchener Hofbräuhauses und wäre ohne die Erfahrung und Geheimnisse der Einbecker Brauerei wahrscheinlich nie so eingetreten.

Im Anschluss an die Besichtigung konnte dann im Braukeller neben dem berühmten Bock-Bier auch das saisonal verfügbare Mai Ur-Bock probiert werden.

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