Tambourkorps stellt Weichen für die Zukunft

08 Apr, 2013

Das Mindener Bürger-Tambourkorps hat bei seiner Jahreshauptversammlung personell und thematisch die Weichen für die Zukunft gestellt.

Im St. Pauli-Kloster, dem Quartier der 4. Bürgerkompanie statt, nahmen Tambourmajor Patrick Zander und Feldwebel Olaf Zander drei Aufnahmen vor. Neu dabei sind die Flötisten Andreas Reckeweg und Raino Horstmann. Wieder aufgenommen wurde Trommler John Palmer. Für seine langjährigen Verdienste und die zehnjährige Mitgliedschaft wurde Sergeant Daniel Brozik mit der Ehrennadel in Silber ausgezeichnet.

Eine Neuerung gab es bei den Vorstandswahlen: Sergeant David Zander folgte seinem Vater, Ehren-Tambourmajor Karl-Emil Zander, im Amt als neuer Hauptkassierer. Karl-Emil Zander hatte das Amt 38 Jahre ausgeübt und penibel Listen geführt. „Ganz am Anfang, so um das Jahr 1975, habe ich monatlich von jedem Kameraden zwei Mark Mitgliedsbeitrag eingesammelt. Die alten Tamboure hatten immer kein Lobi dabei und ich musste mehrfach die Abgabe des Beitrages ermahnen. Heute sind natürlich ganz andere Zeiten“, erinnerte sich Karl-Emil Zander. Bestätigt wurden bei den Wahlen der 1. Vorsitzende Olaf Zander sowie der 2. Vorsitzende und Schriftführer Stefan Müller.

Zentrales Thema war die Ausrüstung des Tambourkorps. So können in diesem Jahr durch großzügige Spenden aus der Wirtschaft und von den regionalen Banken erste Anschaffungen getätigt werden. Neben neuen Einsatzhemden und der Restauration der vorhandenen Trommeln werden die roten Haarbüsche aus Plastik durch Pferdehaar ersetzt werden.

„Das einheitliche Erscheinungsbild, die bessere Pflege und die Einsparung im Gewicht sind die wichtigsten Argumente für diese Neuanschaffung“, sagte Tambourmajor Patrick Zander. „Doch das reicht bei weitem nicht aus. Immer noch stehen große Projekte wie die Restauration des Schellenbaumes oder einige neue Uniformen auf der Tagesordnung. Wir sind daher auf die fortwährende Unterstützung aus der Bevölkerung angewiesen“, ergänzte der Einheitschef.

Das Tambourkorps sei in einem hervorragenden Zustand und könne äußerst positiv in die Zukunft blicken. Der Verein biete in diesem Jahr auch ein großes Freizeitprogramm, wie zum Beispiel die Familienfahrt nach Maring an die Mosel zu einem Weinfest.

Mit Blick auf das Freischießen im Jahr 2014, wurden Änderungen im musikalischen Programm beschlossen. „Wir werden neue Wege gehen, um den Besuchern ein noch attraktiveres Standquartier bieten zu können“, erklärte Zander. Um die stetig steigenden Kosten abzufedern, wurde der Mitgliedsbeitrag erstmalig nach rund 30 Jahren angepasst.

 

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